Personal
Schlechter Chef = schlechte Mitarbeiter
Für die Studie der Talent-Management-Beratung Development Dimensions International (DDI) wurden weltweit 1.279 Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung zu Erfahrungen mit Vorgesetzten befragt. 34 Prozent der Studienteilnehmer bezeichneten ihre Chefs als nur manchmal oder niemals effektiv. 37 Prozent sind nur manchmal oder niemals motiviert, ihr Bestes für ihre momentane Führungskraft zu geben.
"Mit der Studie wollten wir den Blickwinkel der Mitarbeiter auf ihre Vorgesetzten einfangen. Die Ergebnisse sollten Unternehmen zu denken geben. Schwache Führung ist unverantwortlich gegenüber den Mitarbeitern und wirtschaftlichen Zielen der Unternehmen", so Wolfgang Doerfler, Geschäftsführer DDI Deutschland. "Die Auswirkungen guter oder schlechter Führung auf Motivation und Produktivität der Mitarbeiter ist bezeichnend."
Lieber Strafzettel als Gespräch mit Chef
So gaben die Befragten durchschnittlich an, lieber Strafzettel, Erkältungen oder einen schmerzhaften Kater hinzunehmen, als mit ihrem Chef schwierige Gespräche zu führen. Zwei von drei Befragten berichteten, dass Vorgesetzte ihr Selbstwertgefühl angegriffen hätten. Die Mehrzahl (53 Prozent) würde nach eigenen Angaben unter ihrem jetzigen Chef 20 bis 60 Prozent produktiver arbeiten, wäre dieser so gut wie der Beste ihrer Laufbahn. Ein Viertel bezifferte diesen Produktivitätszuwachs auf 41 bis 60 Prozent. Wenn also nur zwei bis drei Angestellte bessere Führungskräfte hätten, ergäbe sich die Produktivität eines zusätzlichen Mitarbeiters.
98 Prozent der Befragten, die für die beste Führungskraft ihrer Karriere arbeiten, sind zu ständigen Bestleistungen bereit. Nur elf Prozent jener, die für den subjektiv schlechtesten Chef tätig waren, stimmten dem zu. 94 Prozent der Befragten mit den besten Chefs fühlten sich darin unterstützt, produktiver zu arbeiten, im Gegensatz zu fünf Prozent der Befragten mit schlechten Vorgesetzten. (al)
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