Kunden besser verstehen – dank Webanalyse
Wie viele Besucher verzeichnet unsere Unternehmenswebseite eigentlich am Tag, woher kommen diese Besucher und was machen sie auf der Webseite? Diese Frage wird sich wohl schon jeder Unternehmensverantwortliche einmal gestellt haben. Abhängig von der jeweiligen Zielsetzung des Unternehmens lassen sich diese und viele andere Fragen durch den Einsatz von Webanalyse-Software beantworten, indem sämtliche Spuren, die jeder Webseitenbesucher automatisch hinterlässt, statistisch aufbereitet und analysiert werden können.
Durch den Softwareeinsatz wird also eine objektive Datenbasis geschaffen, die das bisherige „Bauchgefühl“ bezüglich der Webseite durch relevante und messbare Kennzahlen ersetzt. Dies dient als Grundlage für die alte Managerweisheit, die auch für den Unternehmensauftritt im Internet gelten sollte: „Was man nicht messen kann, kann man auch nicht steuern“
Doch bevor ein Software-Anbieter ausgewählt wird, sollten zunächst Informationen zusammengetragen werden, welche die spätere Software-Anbieter-Auswahl maßgeblich beeinflussen:Nicht zuletzt seit dem Abbruch der Verhandlungen des Hamburger Datenschutzbeauftragten mit dem kostenlosen, aber datenschutzrechtlich kritisierten Software-Anbieter Google Analytics vor wenigen Wochen, ist das Thema Datenschutz bei der Webanalyse von großem Interesse. Bei der Verwendung von Web-Analyse-Software wird automatisch die sogenannte IP-Adresse des jeweiligen Besuchers identifiziert. Hierdurch kann, zumindest theoretisch, jeder einzelne Webseitenbesucher zurückverfolgt werden. Damit gehören die IP-Adressen nach gängiger Einschätzung von Datenschützern, ähnlich wie Telefonnummer oder Anschrift einer Person, zur Kategorie der personenbezogenen Daten, welche nicht ohne die ausdrückliche Einwilligung des jeweiligen Users gespeichert oder sogar weitergegeben werden dürfen.
Vor diesem Hintergrund sollte ein relevanter Software-Anbieter folgende Kriterien erfüllen:
Nachdem eine passende Webanalyse-Software ausgewählt wurde, sollten klare Hinweise auf die Verwendung dieser Software auf der Unternehmenswebseite gegeben werden. Um eine nach derzeitigem Stand datenschutzrechtlich konforme Webanalyse unabhängig von der letztendlichen Auswahl des Anbieters zu betreiben, sollte hierfür auf der Webseite eine eigene Rubrik „Datenschutz“ mit folgendem Inhalt aufgeführt werden:
Ralf Strehlau ist Partner und Gründer der Unternehmensberatung Anxo Management Consulting GmbH in Düsseldorf und Vorsitzender des Fachverbandes Management + Marketing im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU).
21. Februar 2011
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